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  • 1994

  • Maase, Kaspar (1994): Spiel ohne Grenzen. Von der "Massenkultur" zur "Erlebnisgesellschaft": Wandel im Umgang mit popularer Unterhaltung. In: Zeitschrift fur Volkskunde 90 (1), S. 13-36

    Abstract: Es wird der Frage nachgegangen, wie sich das Verhaltnis der deutschen Bildungsschichten zur popularen Unterhaltung seit den 50er Jahren gewandelt hat. Dabei wird von einer Abwertung popularer Unterhaltung im herrschenden Diskurs der Bundesrepublik als "Massenkultur" bis weit in die 60er Jahre ausgegangen. Dagegen wird heute das Paradigma einer "Gesellschaft der Lebensstile" als dominierend beobachtet, in dem uberkommene Hierarchisierungen zwischen "hoher" und "niedriger" Kultur als gegenstandslos bezeichnet werden. Es wird die These entwickelt, dass in diesem Wandel ein veranderter Habitus der jungeren Generation von Akademikern zum Ausdruck kommt. Es wird ausgefuhrt, dass sie auf der Suche nach spannenden und genussreichen Erlebnissen Vergnugungen in ihren Lebensstil aufnehmen, die fruher als "gewohnlich" galten, und dass mit der gewandelten Praxis sich auch die Legitimationsstrategien andern, so dass populare Unterhaltung aufgewertet wird. In den Unterschichten wird als Reaktion darauf eine Zuwendung zu Formen der Unterhaltung festgestellt, die als "ausserst geschmacklos" gelten, wodurch die Grenzziehung zwischen herrschender und popularer Kultur wieder "von unten" markiert wird. Als Beispiel werden Wrestling, Bereiche des Motorsports und Tatowierung genannt. zitiert von 37

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