Alle Publikationen
- <<
- <
- 1
2003
-
(2003): Viele Wege führen aus der Sackgasse. Lebensenttäuschungen durch Nicht-Ereignisse - Eine Chance zur persönlichen Entwicklung?. In: Report Psychologie 28 (10), S. 584-593. Online verfügbar unter http://www.report-psychologie.de/, zuletzt geprüft am 06.07.2018
Abstract: Es werden Bewältigungsprozesse von existenziellen Krisen untersucht, die durch "Nicht-Ereignisse" hervorgerufen werden, d. h. durch Lebensenttäuschungen aufgrund des dauerhaften Ausbleibens erwünschter Ereignisse oder des Nichterreichens von bedeutsamen Lebenszielen. Befragt wurden 40 Personen, die in den vergangenen fünf Jahren ein gravierendes Nicht-Ereignis verarbeitet hatten, etwa ungewollte Kinderlosigkeit oder eine ausgebliebene berufliche Karriere. Derartige Krisen können sich über Jahre hinziehen. Der Loslösungs- und Bewältigungsprozess wurde durch Anstöße von anderen Personen oder durch innere Prozesse wie eine Bilanzierung der eigenen Situation ausgelöst. Bei der Bewältigung konnten kognitive und emotionale Verarbeitungsprozesse, soziale Unterstützung, aktionale Verarbeitung (Ersatzaktivitäten) und pragmatisches Handeln als Prozesshilfen gefunden werden. Alle Befragten berichteten von Entwicklungsgewinnen aufgrund der Krise und ihrer Bewältigung, wobei sich mehr als die Hälfte der Aussagen auf die "Selbstentwicklung" (Selbsterkenntnis, Selbstwahrnehmung, Selbstvertrauen u. a. ) bezogen. Ein weiterer Aspekt war der Zuwachs an kognitiven und kreativen, emotionalen, sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten und Haltungen. Die Lebenskrisen hatten bei fast drei Viertel der Betroffenen Fragen nach einem versteckten Sinn der spezifischen Erfahrung und die Beschäftigung mit einer generellen existenziellen Sinnfrage ausgelöst oder aktiviert. zitiert von 3
- <<
- <
- 1
