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  • 2009

  • Etschenberg, Karla (2009) : Sexuelle Sozialisation und Sexualerziehung In: Schweer, Martin K. W.: Sex and gender: Interdisziplinäre Beiträge zu einer gesellschaftlichen Konstruktion: Frankfurt am Main: P. Lang (Psychologie und Gesellschaft), S. 53-68

    Abstract: Überlegungen zur sexuellen Sozialisation und zur Sexualerziehung werden angestellt. Zunächst wird der Sozialisationsbegriff erläutert. Erziehung wird dabei als Unterbegriff von Sozialisation betrachtet (intentionale Sozialisation), der als zweitem Unterbegriff die "beiläufige" (also keine Merkmale informeller oder formeller Erziehung aufweisende) Sozialisation gegenübergestellt wird; hingewiesen wird auch auf die Rolle der "heimlichen" Miterzieher in der Grauzone zwischen beiläufiger Sozialisation und Erziehung. Dann werden die dargestellten Aspekte - Sozialisation, beiläufige Sozialisation, heimliche Miterzieher - im Bereich der sexuellen Sozialisation und der Sexualerziehung besprochen. Anschließend wird folgender Frage nachgegangen: Warum besteht die Gesellschaft einerseits darauf, jede nachwachsende Generation biologisch und sozial konsequent nach männlich und weiblich einzuordnen und zu sozialisieren und warum ist diese Polarisierung andererseits so problematisch, dass sich jetzt seit Generationen Menschen bemühen, dem entgegenzuwirken? Die Analyse des Verhältnisses von Geschlechtlichkeit, Sex und Gender mündet in folgender pädagogischen Konsequenz für die Sexualerziehung: Jungen und Mädchen soll bewusst werden, wie biologisches Geschlecht zustande kommt und wie variationsreich es sein kann, mit welchen angeborenen "typischen" Verhaltensbereitschaften sie bei Jungen und Mädchen eventuell zu rechnen haben, welche Einflüsse im Rahmen sexueller Sozialisation (beiläufig, intentional und über heimliche Miterzieher) auf sie einwirken, und sie sollen dabei zu einem sozial verträglichen Leben in sexueller Selbstbestimmung ermutigt werden. zitiert von 3

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