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2016
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Albers, Irene; Franke, Anselm (Hg.) (2016): Animismus. Revisionen der Moderne. Neuauflage. Zürich: Diaphanes
Abstract: Der 'Animismus' ist eine Erfindung der Ethnologie des 19. Jahrhunderts, geprägt auf dem Höhepunkt des europäischen Kolonialismus. Animisten bevölkern die unbelebte Natur mit Seelen und Geistern. Das erklärt man als eine die materielle Realität verkennende 'Projektion', durch die den Dingen und der Natur Leben und Handlungsmacht zugeschrieben wird. Animismus wird so zum Gegenbild moderner Wissenschaft, zum Ausdruck eines 'Naturzustands', in dem Psyche und Natur als ungeschieden gelten. Wenn sich letzthin ein neues Interesse am Animismus herausgebildet hat, liegt das nicht daran, dass der Begriff als wissenschaftliche Kategorie rehabilitiert wurde. Vielmehr ist die kategorische Trennung von subjektiver und objektiver Welt selbst in Bewegung geraten.
2009
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Stichweh, Rudolf (2009): Der Fremde. Studien zu Soziologie und Sozialgeschichte. Frankfurt/Main: Suhrkamp
Abstract: Die Figur des Fremden ist eine der universellsten Semantiken in der Geschichte menschlicher Gesellschaften. Mittels dieser Figur beobachten Gesellschaften ihre Grenzen, legen Identitäten fest und markieren Bedrohungen. Rudolf Stichweh verfolgt die Spur des Fremden in verschiedenen sozialen Systemen und Leitthemen: im Zusammenhang von Fremdheit und Selbstbegrenzung der Menschheit, in der Identifikation des Fremden über körperliche Merkmale, seiner Prominenz in Universität und Wissenschaft, seinem Verhältnis zur Selbstbeschreibung Europas und in den vielfältigen Formen des Vagabunden und Peripheren in der frühen Neuzeit. In der Moderne vollzieht sich ein Umbruch, in dem alle anderen fremd sind oder niemand ein Fremder ist. Die Selbstbeobachtung der Moderne, so eine zentrale These dieses Buches, erfindet Formen minimaler Sympathie und universaler Indifferenz, die unser Verhältnis zu allen anderen Menschen bestimmen.
2000
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(2000): Systemische Therapie und Supervision in multikulturellen Kontexten. In: System Familie 13 (1), S. 3-13. DOI: 10.1007/s004910050002
DOI: https://doi.org/10.1007/s004910050002 Abstract: Der systemische Ansatz ist für multikulturelle Beratungskontexte besonders nützlich. Es werden verschiedene Vorgehensweisen vorgeschlagen, die Zugang zu den Personen anderer Kulturkreise ermöglichen. Eine besondere „Verfremdung“ ergibt sich aus der Verbindung des Textes mit den Schriften eines arabischen Mystikers: sieben „Tälern der Erkenntnis“ werden sieben Problembereiche systemischen Handeln in multikulturellen Kontexten zugeordnet. Theoretische Aspekte werden diskutiert (spez. das Konzept der Erwartungs-Erwartungen), die Übertragung verschiedener systemischer Methoden (z.B. zirkuläres Fragen, Genogrammarbeit, Joining usw.) auf dieses Feld wird beschrieben und in zahlreichen Beispielen erläutert.
Keywords: Bekanntheitsgrad, Beratung, Erwartungen, Erwartungserwartung, Formalisierbarkeit, Fremdheit, Interaktion, Intercultural, Intercultural communication, Interkulturalität, Kultur, Kulturkontakt, Perspektivenpluralismus, Psychologie, Sozialer Raum / Kultureller Kontext, Systemischer Ansatz, systemisches Handeln, Systemtheorie
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