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2011
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(2011): Vom Experiment zur Praxis. Wie moralische Argumente wirtschaftliche Selbstinteressen beeinflussen. In: KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 63 (1), S. 61-81. DOI: 10.1007/s11577-011-0129-2
Abstract: Es wird der Frage nachgegangen, wie moralische Argumente wirtschaftlich selbstinteressiertes Handeln beeinflussen. Laborexperimente von Verhaltensökonomen untersuchen dies, doch ihre zentralen Ergebnisse wurden noch nicht in der Praxis getestet. Ein Forschungsprojekt rekonstruierte anhand von Fallstudien, wie moralische Argumente in Diskussionen um Produktionsverlagerung wirtschaftliche Selbstinteressen beeinflussen. Es zeigt sich, dass moralisches Verhalten, welches im Diktator-, Ultimatum- und Kollektivgutspiel nachgewiesen wird, auch reales wirtschaftliches Handeln beeinflusst. Menschen verzichten auf die Maximierung ihres materiellen Nutzens, um moralischen Verhaltensregeln zu entsprechen. Die Ergebnisse verhaltensökonomischer Experimente, aber auch die Rekonstruktion wirtschaftlichen Handelns, verweisen somit auf ein Akteursmodell, das Gegenseitigkeit und auch gesellschaftliche Rolle beachtet und dadurch wirtschaftliches Handeln in vielen Situationen präziser erklärt als bisher vorherrschende Modelle. Dieses Modell wiederum in Laborexperimenten zu testen, wird aufgrund der Ergebnisse dieses Artikels nahegelegt. (Autorenreferat) zitiert von: 14
2010
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Latzko, Brigitte (2010): Moralische Entwicklung und Erziehung in Kindheit und Adoleszenz. Zwischen Fairness und Eigeninteresse - Moralentwicklung aus ökonomischer Sicht. Unter Mitarbeit von Monika Keller und Michaela Gummerum. Göttingen [u.a.]: Hogrefe
Abstract: Ein integrativer Forschungsansatz von entwicklungspsychologischer Moralforschung und spieltheoretischen Forschungen wird vorgestellt. Im Anschluss an eine Skizzierung von Forschungsergebnissen der experimentellen Spieltheorie und Ergebnissen der psychologischen Moralforschung wird auf Untersuchungen eingegangen, in denen Eigeninteresse und Fairness in Gruppenverhandlungen über Aufteilungen analysiert wurden. Dabei werden auch Altersunterschiede bei Kindern und Jugendlichen thematisiert. Abschließend werden Implikationen für die Förderung von Empathie und moralischer Sensibilität skizziert.
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