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  • 2007

  • Groenemeyer, Axel (2007): Gibt es eigentlich noch abweichendes Verhalten? Krisendiagnosen in Soziologie und Kriminologie. In: Kriminologisches Journal 39 (3), S. 162-184

    Abstract: Das Konzept "abweichendes Verhalten" scheint innerhalb der Soziologie und der Kriminologie seinen einstmals zentralen Stellenwert bei der Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen und Regulation eingebüßt zu haben; an seine Stelle treten Begriffe wie "Risiko", "Risikoverhalten", "Problemverhalten" und "anti-social behavior". Ausgehend von der US-amerikanischen Debatte um den "Tod abweichenden Verhaltens" werden hier die zentralen Argumente und Entwicklungslinien des Konzepts der Devianz vorgestellt und die begrifflichen Neuschöpfungen einer kritischen Analyse unterzogen. Die grundlegende Hypothese ist dabei, dass Normativität und damit abweichendes Verhalten auch der Thematisierung von Risiko und Risikoverhalten zugrunde liegt. Zwar lassen sich neue Formen der gesellschaftlichen Regulation und der sozialen Ordnungsbildung feststellen, die aber als Institutionen des gesellschaftlichen Umgangs mit unerwünschtem oder störendem Verhalten durchaus in der Perspektive von Normativität und Devianz zu interpretieren sind. (Autorenreferat) zitiert von 16

  • 2003

  • Lamnek, Siegfried; Boatcâ, Manuela (2003) : Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft In: Lamnek, Siegfried: Otto-von-Freising-Tagungen der Katholischen Universität Eichstätt: Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft: Opladen; Opladen: Leske + Budrich (Otto-von-Freising-Tagungen der Katholischen Universität Eichstätt)

    Abstract: Die Beiträge zur interdisziplinären Fachtagung "Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft", die vom 3. bis 5. Juli 2003 vom Lehrstuhl für Soziologie II an der Katholischen Universität Eichstätt veranstaltet wurde, werden dokumentiert. - Inhalt: (A) Einführung. (1) M. Boatca und S. Lamnek: Gegenwartsdiagnosen zu Gewalt im Geschlechterverhältnis. - (B) Zum sozio-kulturellen Kontext von Gewalt. (2) M. Meuser: Gewalt als Modus von Distinktion und Vergemeinschaftung. Zur ordnungsbildenden Funktion männlicher Gewalt. (3) M. Boatca: Kulturcode Gewalt. (4) J. Kersten: "Gender and Crime". Die Tragweite kulturübergreifender Ansätze. (5) M. Riekenberg: Stichwort über Gewaltkulturen und Narrativität in Lateinamerika. (6) G. Smaus: Die Mann-von-Mann-Vergewaltigung als Mittel zur Herstellung von Ordnungen. (7) M. Bereswill: Gewalt als männliche Ressource? Theoretische und empirische Differenzierungen am Beispiel junger Männer mit Hafterfahrungen. - (C) Genderperspektiven und Gewaltdiskurse. (8) S. Scheerer und N. Schuhmacher: Witz, Geschlecht, Gewalt - am Beispiel von Terrorismus-Witzen. (9) R. Ottermann: Geschlechterdividenden in Gewaltdiskursen. (10) M. Bock: "Natürlich nehmen wir den Mann mit". Über Faktenresistenz und Immunisierungsstrategien bei häuslicher Gewalt. (11) U. Popp: Das Ignorieren "weiblicher" Gewalt als "Strategie" zur Aufrechterhaltung der sozialen Konstruktion von männlichen Tätern. - (D) Jugendgewalt im Geschlechterverhältnis. (12) K. Bruhns: Mädchen in gewaltbereiten Jugendgruppen: Gewaltbereitschaft als Geschlechterkonstruktion. (13) G. Heiland: Aktionsmächtige Girls. (14) K. Boers und A. Pöge: Wertorientierungen und Jugenddelinquenz. (15) D. Oberwittler: Geschlecht, Ethnizität und sozialräumliche Benachteiligung. Überraschende Interaktionen bei sozialen Bedingungsfaktoren von Gewalt und schwerer Eigentumsdelinquenz von Jugendlichen. (16) H. Lukesch: Das Weltbild des Fernsehens. Ausgewählte Ergebnisse einer inhaltsanalytischen Studie zu geschlechtsspezifischen Aggressivitäts- und Prosozialitätsdarstellungen im Fernsehen. (17) M. Walter: Probleme einer kriminalpolitischen Gewalttäter-Typisierung: das Beispiel jugendlicher "Intensivtäter". - (E) Gewalt in und außerhalb von (Intim-) Partnerschaften. (18) J. Gemünden: Gewalt in Partnerschaften im Hell- und Dunkenfeld. Zur empirischen Relevanz der Gewalt gegen Männer. (19) D. Hermann: Gewalttätige Männer und gewaltlose Frauen? Eine kultursoziologische Erklärung geschlechtsspezifischer Unterschiede. (20) B. Krahé: Aggression von Männern und Frauen in Partnerschaften: Unterschiede und Parallelen. (21) J. Mansel: Die Selektivität strafrechtlicher Sozialkontrolle. Frauen und Delinquenz im Hell- und Dunkelfeld, als Opfer und Täter, als Anzeigende und Angezeigte. (22) H. Peters: Ist sexuelle Gewalt schlimmer geworden? Versuch einer definitionstheoretisch begründeten Antwort. (23) H. Kury: Wie werden Opfer von Straftaten gesehen? (24) K. Liebl: Gewalterfahrung und Gewaltentstehung im Polizeialltag. Eine geschlechtsspezifische Untersuchung. - (F) Prävention und Praxis. (25) D. Marth: Frauenhandel - Möglichkeiten der Prävention? (26) S. Lamnek: Sex und Crime - Prostitution und Menschenhandel. (27) U. Auer und Mitarbeiter: Qualitative and quantitative Untersuchung forensischer Gutachten bei Sexualstraftaten. (28) J. Müller: Kinder, Frauen, Männer - Gewaltschutz ohne Tabus.

  • 2002

  • Weyers, Stefan (2002): Delinquenz, soziale Herkunft, Bildung und Moral. Eine Studie zur moralischen Entwicklung straffalliger Jugendlicher. In: Neue Praxis 32 (6), S. 532-556

    Abstract: Der Beitrag beschaftigt sich mit den Zusammenhangen zwischen Delinquenz, sozialer Herkunft, Bildung und Moral. Nach einer Darstellung der Kohlbergschen Theorie der Entwicklung des moralischen Urteils werden die Beziehungen zwischen dem moralischen Urteil und der Delinquenz diskutiert. Daruber hinaus werden die sozialen Bedingungen der Moralentwicklung dargestellt und entsprechende Untersuchungshypothesen abgeleitet. Nach der Vorstellung von Untersuchungsergebnissen entwickelt der Autor abschliessend theoretische Folgerungen zur Beziehung von Moral und Delinquenz. (Autorenreferat) zitiert von: 14

  • 1996

  • Heimer, Karen (1996): Gender, Interaction, and Delinquency. Testing a Theory of Differential Social Control. In: Social Psychology Quarterly 59 (1). DOI: 10.2307/2787118

    DOI: https://doi.org/10.2307/2787118 

    Abstract: Develops an interactionist explanation of gender differences in the processes leading to juvenile delinquency. Drawing on principles of symbolic interactionism, a theoretical model is specified that generates predictions about similarities and differences across gender in the relationships between commitment to reference groups, role-taking, and delinquency. Hypotheses are tested using data from a national sample of 1,636 youths. An interactionist theory of delinquency is supported for both females and males. Findings also show gender differences in the role-taking process leading to delinquency. Findings suggest an important difference in the process by which group social controls are transformed into self- control in delinquent situations among girls as compared with boys. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) zitiert von 251

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