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  • 2002

  • Sczesny, Sabine; Stahlberg, Dagmar (2002): Geschlechtsstereotype Wahrnehmung von Führungskräften. In: Wirtschaftspsychologie 4 (1), S. 35-40. DOI: 10.7892/BORIS.75311

    Abstract: In Bezug auf Führung werden Frauen, die die gleichen Qualitäten und Verhaltensweisen aufweisen wie Männer, anders wahrgenommen, weil der Prototyp der erfolgreichen Führungskraft in der Fremdwahrnehmung stärker mit dem männlichen als mit dem weiblichen Geschlechtsstereotyp korreliert ist. Die in dem Beitrag im Überblick vorgestellten empirischen Untersuchungen bestätigen dieses sogenannte think-manager-think-male-Phänomen. Während sich in der Selbstwahrnehmung von weiblichen und männlichen (zukünftigen) Führungskräften keine derartigen geschlechtsstereotypen Zuschreibungen finden, zeigt sich in den vorgestellten Studien zur Fremdwahrnehmung, dass das Geschlecht einer Stimulusperson die ihr zugeschriebenen Führungseigenschaften beeinflusst, insbesondere dann, wenn die befragten Personen sich eines solchen potentiellen Einflusses gar nicht bewusst sind. Nach den vorliegenden Ergebnissen beeinflussen des weiteren gerade subtilere mit Geschlecht assoziierte Hinweisreize wie die körperliche Erscheinung oder das benutzte Parfüm einer Person die Zuschreibung von Führungseigenschaften im o.g. Sinne

  • 2001

  • Ridgeway, Cecilia L.; Kosnick, Kira; Muller, Marion (2001): Interaktion und die Hartnackigkeit der Geschlechter-Ungleichheit in der Arbeitswelt. In: KOLNER ZEITSCHRIFT FUR SOZIOLOGIE UND SOZIALPSYCHOLOGIE, S. 250-275

    Abstract: Die Geschlechterhierarchie hat sich in den westlichen Gesellschaften als erstaunlich stabil erwiesen, obwohl sich ihre ursprungliche soziale und okonomische Basis grundlegend gewandelt hat. Wie lasst sich dieses verbluffende Phanomen erklaren? Eine wesentliche Ursache sind alltagliche Interaktionsprozesse, uber die die Geschlechterordnung auch in neue institutionelle Konstellationen eingeschrieben wird. Interaktion erfordert, dass sich die Interaktionspartner gegenseitig sozial einordnen. Eine wichtige Ordnungskategorie ist dabei die Geschlechtszugehorigkeit. Die in der Regel automatisch ablaufende geschlechtliche Kategorisierung aktiviert insbesondere im Arbeitsbereich Geschlechterstereotypen, die die beruflichen Interaktionen und Identitaten beeinflussen. Geschlechterstereotypen beinhalten immer auch Vorstellungen uber den unterschiedlichen sozialen Status von Mannern und Frauen. Da solche Statusannahmen zahlebiger sind als die strukturellen Bedingungen, die ihnen ursprunglich zu Grunde lagen, schreiben sie sich auch in neue Organisationsformen ein. Die geschlechtliche Kategorisierung fuhrt zudem zu geschlechtsselektiven Vergleichsmassstaben mit der Folge, dass Frauen und Manner unterschiedliche Erwartungen und Anspruche entwickeln. Diese Interaktionsprozesse stabilisieren die Geschlechterhierarchie am Arbeitsplatz, indem sie die geschlechtliche Etikettierung von Berufen begunstigen, Individuen als geschlechtsinteressierte Akteure konstruieren, bei Arbeitgebern zu diskriminierenden Praferenzen fuhren und die Selbsteinschatzung von Mannern und Frauen pragen und damit auch ihre Bereitschaft, sich mit ihrer Situation zufrieden zu geben. (Autorenreferat) zitiert von 139

  • 1998

  • Becker Schmidt, Regina (1998): Relationalitat zwischen den Geschlechtern, Konnexionen im Geschlechterverhaltnis. In: Zeitschrift fur Frauenforschung 16 (3), S. 5-21

    Abstract: Ausgehend von der Feststellung, dass der Begriff des Geschlecherverhaltnisses zwar ein zentraler Terminus in der feministischen Theorie sowie in der Frauen- und Genderforschung ist, dass er dort aber nicht angemessen definiert ist, werden Uberlegungen zur genaueren begrifflichen Fassung von "Geschlechterverhaltnissen" angestellt. Eingegangen wird in diesem Zusammenhang auf die folgenden Punkte: (1) Unterscheidung der Begriffe "Relation", "Konnexion" und "Nexus", (2) der Begriff der Geschlechterordnungen, (3) der Begriff der Geschlechterbeziehung, (4) familiale geschlechtliche Arbeitsteilung und Paarbeziehung, (5) geschlechtliche Segregation in der Erwerbssphare, (6) die Verknotung bereichsspezifischer Genderbeziehungen und -ordnungen im Geschlechterverhaltnis, (7) der Zusammenhang von Geschlecht und Gesellschaft. zitiert von 49

  • 1993

  • Vogel, Ulrike (1993): Doppelte Sozialisation und Interaktion. Zur Weiterentwicklung sozialisationstheoretischer Ansatze fur die Frauenforschung. In: Zeitschrift fur Frauenforschung 11 (3), S. 71-81

    Abstract: Zur Erforschung der Doppelsozialisation von Frauen fur Beruf und Familie werden Ansatze der Frauenforschung sowie interaktionistische und sozialisationstheoretische Ansatze als fruchtbar betrachtet. Mit ihrer Hilfe konnen die Moglichkeit, widerspruchliche und stereotype Anforderungen kreativ zu bewaltigen sowie die unbewussten Aspekte von Interaktionen ermittelt werden. Methodische Konsequenzen dieser Forschungsansatze werden skizziert. zitiert von 3

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