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2010
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(2010) : What is moral courage? : Definition, explication, and classification of a complex construct In: Pury, Cynthia L. S.; Lopez, Shane J. (Hg.): The psychology of courage: Modern research on an ancient virtue: 1st ed.: Washington, D.C: American Psychological Association (Decade of behavior, 2000-2010), S. 149-164
Abstract: Examined the prosocial behavior of moral courage, also known as civil courage. In this overview, the authors attempt to highlight this construct by comparing it to other prosocial behaviors like helping behavior and heroism. The authors note that moral courage differs from other prosocial constructs in that negative social consequences can also accompany acts of moral courage. Research about classical determinants of helping behavior that do not affect moral courage and determinants that foster moral courageous behavior are included. Models for moral courage as well as scales to measure it are presented. Practical implementations, such as moral courage training workshops, are discussed. It is concluded that moral courage should be examined as an independent subtype of prosocial behavior and not be subsumed under prosocial behaviors such as helping behavior or heroism.
Keywords: Courage, FEAR, Heroes, Intention, Moral, Morality, social control, Social Norms, Sympathy, Terminology, Verhaltensforschung, Zivilcourage 2009
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(2009) : Wirtschaftsethik trifft Organisationspsychologie: Spiegeln Ethikkodizes organisationspsychologische Konzepte zum (un-)moralischen Verhalten wider? In: Raab, Gerhard; Unger, Alexander (Hg.): Der Mensch im Mittelpunkt wirtschaftlichen Handelns: Tagungsband zur 15. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie Ludwigshafen 10. 11. Juli 2009: 1. Auflage: Lengerich: Pabst Science Publishers, S. 427-434
Abstract: Die Rolle von Ethikkodizes in Unternehmen wird analysiert. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass aus der Sicht der Öffentlichkeit Gewinnerzielung als alleinige Maxime für Unternehmen aktuell nur schwer aufrechtzuerhalten ist, sondern dass vielmehr ein reflektiertes Handeln gefordert ist, das gegenüber vielfältigen Bezugsgruppen verantwortbar und zudem für das Unternehmen profitabel ist. Vor diesem werden in vielen Organisationen Ethikkodizes erlassen, in denen Verhaltenserwartungen an die Mitarbeiter definiert werden. Auch die organisationspsychologische Forschung entdeckt zunehmend die Aspekte Ethik und Moral: Das Konzept des "Organizational Citizenship Behavior" (OCB) thematisiert das Zusatzengagement von Mitarbeitern im Sinne eines "extra-role-behavior", das außerhalb vertraglich geregelter Verpflichtungen liegt und dessen Ausbleiben deswegen kaum sanktionierbar ist (etwa Hilfsbereitschaft, Loyalität, Regelbefolgung, Gewissenhaftigkeit, Zivilcourage). Im Modell der "Citizenship Performance" (CP) werden interpersonale, organisationsbezogene und aufgabenbezogene moralische Verhaltensweisen unterschieden. Darüber hinaus werden moralische Aspekte in den Konzepten zum kontraproduktiven Verhalten (KPV) aufgegriffen. In einer empirischen Analyse wurde untersucht, inwieweit Ethikkodizes organisationspsychologische Konzepte zum (un-)moralischen Verhalten (OCB, CP, KPV) widerspiegeln. In die Analyse gingen die Ethikkodizes von 25 der DAX-30-Unternehmen des Jahres 2008 ein. Die Analyse erfolgte nach Prinzipien der qualitativen Inhaltsanalyse mithilfe der Software MAXqda. Die verhaltensrelevanten Aussagen in den Kodizes wurden in einzelne Paraphrasen übersetzt, randomisiert und anschließend einer aus OCB-, CP- und KPV-Konzepten abgeleiteten Kategoriensystematik zugeordnet. Die Ergebnisse zeigen, dass zahlreiche typische OCB- und CP-Kategorien in den Kodizes kaum vorkamen (etwa gegenseitige Hilfe und Unterstützung, Zivilcourage), gehäuft traten hingegen "Regelbefolgung" und "Loyalität zum Unternehmen" auf. Unter den KPV-Kategorien ergab sich ein Schwerpunkt bei den Bereichen "Korruption und Bestechung", "Informationsmissbrauch" und "Interessenkonflikte". Eine Korrespondenzanalyse auf Basis der unternehmensspezifischen Zuweisungen zeigt, dass die existierenden Unterschiede zwischen den Kodizes im Rahmen einer zweidimensionalen Lösung mit den Achsen "Individualismus - Konformität" und "Individuelle Verantwortung - Hierarchiebetonung" interpretiert werden können. Das in den Kodizes gezeichnete Bild des erwünschten Mitarbeiters ist das des Mitarbeiters, der ehrlich, korrekt, fair und vor allem regelkonform ist. Verantwortlichkeitsaspekte wie Zivilcourage oder Hilfsbereitschaft waren dagegen in den Kodizes stark unterrepräsentiert. Implikationen für die Gestaltung von Ethikkodizes und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis werden abgeleitet.
2007
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(2007) : Zivilcourage und Möglichkeiten ihrer Förderung In: Gollwitzer, Mario: Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen: Aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis: Göttingen [u.a.]: Hogrefe, S. 200-212
Abstract: Das Konzept der Zivilcourage wird definiert und ihre Förderung speziell bei Kindern und Jugendlichen wird beschrieben. Zunächst wird Zivilcourage von anderen Formen der Hilfeleistung abgegrenzt und somit eine theoretische Grundlage für die in der Folge beschriebenen Trainings geschaffen. Zudem wird entlang dieser Definition eine Abgrenzung zu anderen general- und spezialpräventiv wirkenden Maßnahmen vorgenommen. Die Vermittlung von Zivilcourage kann auf mehreren Wegen geschehen: (1) die direkte Vermittlung über Trainings und über eigenständiges Lernen mittels teilweise multimedial aufbereiteter Publikationen; (2) die indirekte Vermittlung über die Schulung von Personenkreisen, die mit Kindern und Jugendlichen in professionellen oder engen Peer-Kontakten stehen. In diesem Kontext wird auch auf die Bedeutung von Preisen und Vorbildern eingegangen. Abschließend werden Besonderheiten der jugendlichen Teilnehmer hinsichtlich ihrer Ausgangsbedingungen und Motivationslage thematisiert. zitiert von: 5
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