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  • 2005

  • Wicklund, Robert A. (2005): The Solidarity of Distance1. In: Zeitschrift für Sozialpsychologie 36 (3), S. 103-115. DOI: 10.1024/0044-3514.36.3.103

    DOI: https://doi.org/10.1024/0044-3514.36.3.103 

    Abstract: Solidarität im klassischen Sinne bedeutet einen Zusammenhalt unter Menschen, der physische Kontakte, geteilte Emotionen und gemeinsame Ziele oder Projekte umfasst. Charakteristische Fälle finden sich in Familien, unter engen Freunden oder Kolleginnen. Die vorliegende Arbeit hingegen beleuchtet ein anderes Phänomen, eine Solidarität der Distanz, die gegründet ist auf der Angst vor bestimmten anderen Personen und auf der Inkompetenz, mit bestimmten anderen zu interagieren. Ausgangspunkt der Analyse ist die Motivation eines Individuums, mit anderen Menschen zu interagieren, die es als fremdartig oder Furcht einflößend empfindet. Sofern Furcht und empfundene soziale Inkompetenz das Entstehen einer vollständigen Interaktion verhindern, wird das Individuum Solidarität mit diesen anderen auf einer symbolischen Ebene entwickeln. Auf diese Weise wird das Motiv realisiert, sich anderen zu nähern, wobei gleichzeitig physische und emotionale Distanz erhalten bleibt.

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