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  • 2007

  • Kryspin-Exner, Ilse; Oppenauer, Claudia (2007): Wird die Gerontotechnik die Zukunft des Alterns verändern? Ethische Aspekte und psychologische Modelle zu Akzeptanz und Motivation technischer Innovationen. In: Psychopraxis (4). Online verfügbar unter URL: http://www.springer.com/medicine/journal/739

     

    Abstract: Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen werden die Möglichkeiten der Gerontotechnik unter Berücksichtigung ethischer Aspekte und psychologischer Modelle zur Akzeptanz und Motivation thematisiert. Mit dem Begriff "Assistive Technologies" werden verschiedene Produkte oder Hilfsmittel bezeichnet, die Personen in ihren Tätigkeiten des täglichen Lebens (activities of daily living) unterstützen sollen. Chancen und Probleme dieser Form der Unterstützung werden am Beispiel von "Ambient Assisted Living" (AAL) und Überwachung (etwa Telemonitoring) erörtert. AAL zielt darauf ab, den Verbleib älterer und pflegebedürftiger Menschen in ihrem Zuhause durch technische Unterstützung zu ermöglichen oder zu verlängern. Überwachung beinhaltet verschiedene technische Systeme der Beobachtung älterer und pflegebedürftiger Menschen im Hinblick auf ihre Vitalfunktionen. Neben der ethischen Frage der Zumutbarkeit (Kontrolliertheit, Eingriff in die Privatsphäre) werden mögliche negative Konsequenzen des Einsatzes von AAL und Überwachungssystemen (reduzierte Selbstwirksamkeitserwartung, Abhängigkeit von Geräten, erlernte Hilflosigkeit bzw. gelernte Abhängigkeit) angesprochen. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie ältere Menschen im Sinne einer Compliance motiviert werden können, die Möglichkeiten der Gerontotechnik zu nutzen. In diesem Zusammenhang wird kurz auf das Modell der Selektion, Optimierung und Kompensation von Baltes und Baltes eingegangen. In der zusammenfassenden Diskussion wird betont, dass es auch bei der gerontotechnologischen Unterstützung um die differenzielle Therapieindikation und damit um eine Bedürfnisanalyse geht, wann welche Produkte bei welcher Klientel Unterstützung zum selbständigen Leben in häuslicher Umgebung bieten können.

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