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2018
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(2018): Bedeutungs- und Begriffswissen im Recht. Frame-Analysen von Rechtsbegriffen im Deutschen. Berlin; Boston: De Gruyter. Online verfügbar unter http://www.degruyter.com/search?f_0=isbnissn&q_0=9783110572445&searchTitles=true
Abstract: Die innovative Studie wendet Verfahren der linguistisch-semantischen Frame-Analyse auf die Rekonstruktion komplexer fachlich-institutioneller Begriffe in der Domäne „Recht“ an und diskutiert intensiv die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode. Es werden Begriffe und Begriffsnetze aus den Rechtsgebieten Strafrecht und Bürgerliches Recht analysiert und frame-semantisch rekonstruiert; dabei werden z.T. auch konkurrierende Begriffsdeutungen und diachrone Begriffsentwicklungen mit erfasst. Die Studie leistet Pionierarbeit, da bisher keine anderen Publikationen vorliegen, die auch praktisch-empirisch Bedeutungs- und Begriffswissens-Frames so umfassend und intensiv beschreiben und frame-semantisch darstellen wie hier. Die Aspekte und Probleme einer solchen korpusgestützt und empirisch detailliert arbeitenden Frame-Analyse werden ausführlich dokumentiert und diskutiert. Sie zeigen die Leistungsfähigkeit dieser Methode (aber auch, wo ihre Grenzen liegen). Insofern kann diese Arbeit Vorbild für ähnlich orientierte Studien auch zu anderen Sprachgebrauchs- und Wissens-Domänen sein, und das geplante Buch deshalb auf das Interesse anderer in diesem Feld tätiger Forscherinnen und Forscher stoßen.
2010
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(2010) : What is moral courage? : Definition, explication, and classification of a complex construct In: Pury, Cynthia L. S.; Lopez, Shane J. (Hg.): The psychology of courage: Modern research on an ancient virtue: 1st ed.: Washington, D.C: American Psychological Association (Decade of behavior, 2000-2010), S. 149-164
Abstract: Examined the prosocial behavior of moral courage, also known as civil courage. In this overview, the authors attempt to highlight this construct by comparing it to other prosocial behaviors like helping behavior and heroism. The authors note that moral courage differs from other prosocial constructs in that negative social consequences can also accompany acts of moral courage. Research about classical determinants of helping behavior that do not affect moral courage and determinants that foster moral courageous behavior are included. Models for moral courage as well as scales to measure it are presented. Practical implementations, such as moral courage training workshops, are discussed. It is concluded that moral courage should be examined as an independent subtype of prosocial behavior and not be subsumed under prosocial behaviors such as helping behavior or heroism.
Keywords: Courage, FEAR, Heroes, Intention, Moral, Morality, social control, Social Norms, Sympathy, Terminology, Verhaltensforschung, Zivilcourage 2007
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(2007): Gibt es eigentlich noch abweichendes Verhalten? Krisendiagnosen in Soziologie und Kriminologie. In: Kriminologisches Journal 39 (3), S. 162-184
Abstract: Das Konzept "abweichendes Verhalten" scheint innerhalb der Soziologie und der Kriminologie seinen einstmals zentralen Stellenwert bei der Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen und Regulation eingebüßt zu haben; an seine Stelle treten Begriffe wie "Risiko", "Risikoverhalten", "Problemverhalten" und "anti-social behavior". Ausgehend von der US-amerikanischen Debatte um den "Tod abweichenden Verhaltens" werden hier die zentralen Argumente und Entwicklungslinien des Konzepts der Devianz vorgestellt und die begrifflichen Neuschöpfungen einer kritischen Analyse unterzogen. Die grundlegende Hypothese ist dabei, dass Normativität und damit abweichendes Verhalten auch der Thematisierung von Risiko und Risikoverhalten zugrunde liegt. Zwar lassen sich neue Formen der gesellschaftlichen Regulation und der sozialen Ordnungsbildung feststellen, die aber als Institutionen des gesellschaftlichen Umgangs mit unerwünschtem oder störendem Verhalten durchaus in der Perspektive von Normativität und Devianz zu interpretieren sind. (Autorenreferat) zitiert von 16
1998
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(1998): Relationalitat zwischen den Geschlechtern, Konnexionen im Geschlechterverhaltnis. In: Zeitschrift fur Frauenforschung 16 (3), S. 5-21
Abstract: Ausgehend von der Feststellung, dass der Begriff des Geschlecherverhaltnisses zwar ein zentraler Terminus in der feministischen Theorie sowie in der Frauen- und Genderforschung ist, dass er dort aber nicht angemessen definiert ist, werden Uberlegungen zur genaueren begrifflichen Fassung von "Geschlechterverhaltnissen" angestellt. Eingegangen wird in diesem Zusammenhang auf die folgenden Punkte: (1) Unterscheidung der Begriffe "Relation", "Konnexion" und "Nexus", (2) der Begriff der Geschlechterordnungen, (3) der Begriff der Geschlechterbeziehung, (4) familiale geschlechtliche Arbeitsteilung und Paarbeziehung, (5) geschlechtliche Segregation in der Erwerbssphare, (6) die Verknotung bereichsspezifischer Genderbeziehungen und -ordnungen im Geschlechterverhaltnis, (7) der Zusammenhang von Geschlecht und Gesellschaft. zitiert von 49
1996
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(1996): Kultur. Zur Reformulierung eines sozialanthropologischen Grundbegriffs. In: KOLNER ZEITSCHRIFT FUR SOZIOLOGIE UND SOZIALPSYCHOLOGIE 48 (3), S. 401-425
Abstract: Sowohl in den Sozialwissenschaften als auch in der breiteren Offentlichkeit erlebte der traditionelle ethnologische Kulturbegriff im letzten Jahrzehnt eine Renaissance. In der fachinternen Diskussion dagegen wurde seit den funfziger Jahren Abstand von einem holistischen und essentialisierenden Kulturverstandnis genommen, weil unter diesen Vorzeichen die Probleme der intrakulturellen Variation, der Machtgebundenheit des Kulturellen, des kulturellen Wandels sowie der Konzeptualisierung individuellen Handelns als unlosbar erschienen. Es wird ein Begriff von Kultur als eines instabilen, offenen Prozesses des Aushandelns von Bedeutungen entwickelt, der bei einer Konsensfindung zur Stabilisierung der Bedeutungshorizonte und zu entsprechenden Prozessen sozialer Schliessung fuhrt. Ausserdem wird zu zeigen versucht, inwiefern sich mit dieser Reformulierung die Schwierigkeiten des klassischen Kulturbegriffs uberwinden lassen. Abschliessend werden die Implikationen diskutiert, welche ein konfliktorientierter Kulturbegriff fur die Stellung der Ethnologie in der politischen Offentlichkeit sowie im Feld wissenschaftlicher Disziplinen hat. zitiert von 250
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