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2015
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(2015) : Empathische Reaktionen und ihre Modellierung im Computer In: Fink, Helmut; Rosenzweig, Rainer (Hg.): Das soziale Gehirn. Neurowissenschaft und menschliche Bindung: Münster: mentis, S. 121-136. Online verfügbar unter http://search.ebscohost.com/login.aspx?direct=true&db=pdx&AN=0306308&site=ehost-live
Abstract: Der Forschungs- und Entwicklungsstand zu emotionalen Reaktionen bei technischen Systemen wird zusammengefasst. Computergesteuerte Agenten können in gewissen Grenzen Empathie simulieren. Besondere Herausforderungen sind dabei die korrekte Erfassung des Gefühlszustands des Nutzers, die glaubwürdige Äußerung emotionaler Signale und der adäquate Verlauf des emotionalen Geschehens. Umgekehrt erweist sich die Empathie von Menschen gegenüber Robotern als stark eingeschränkt. Ein Nutzen virtueller Charaktere zeigt sich bereits bei Anti-Mobbing-Programmen und pädagogischen Rollenspielen, in der Betreuung von Demenzpatienten und in der Autismustherapie. Ethische Fragen stellen sich bei den Themen Authentizität und Datenschutz. Ansätze aus der Informatik zur Nachbildung empathischen Verhaltens durch Computermodelle werden skizziert. Es wird betont, dass wachsendes Interesse an diesem Forschungsgebiet erwarten lässt, dass virtuelle Charaktere und Roboter künftig mit verfeinerten empathischen Fähigkeiten einem menschlichen Gegenüber zunehmend die Illusion von mitfühlenden Individuen vermitteln. Damit eignen sie sich zur Überprüfung von Verhaltenshypothesen und eröffnen Optionen für gänzlich neue therapeutische und pädagogische Einsatzfelder. Es wird prognostiziert, dass empathische Maschinen verstärkt in die Alltagswelt von Nutzern einziehen werden. Besonders deutlich zeichnet sich dies bereits jetzt im Bereich der Pflege ab. Auf die Bedeutung ethischer, rechtlicher und sozialer Gesichtspunkte bei der Entwicklung solcher Maschinen wird hingewiesen.
Keywords: emotional & Roboter, Social robotic
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